RL vs. VR, Pauper Edition

Ursprünglich veröffentlicht am 7. 4. 2010

In meinem letzten Blogeintrag habe ich das Magic-Online Pauperformat angesprochen. In den Kommentaren dazu findet sich mindestens ein Hinweis auf Spieler, die im so genannten “echten” Leben auch gerne paupern. Jetzt juckt es mich jedesmal in den Fingern, mit dem Satz “RL und MTGO kann man doch überhaupt nicht vergleichen!” zu kommentieren. Die Cardpools sind zu unterschiedlich, und MTGO-Pauperlisten dürften im echten Leben zu nix zu gebrauchen sein. Aber stimmt das überhaupt noch? Sind nicht mit dem Tempest-Block, Urza’s Saga und den den Classic-only-Editionen die Cardpools vergleichbar geworden? “Naja, recherchierst Du das mal nach”, dachte ich mir, “mal sehen, was dabei rauskommt”. Die Rechercheerfahrung lässt sich in etwa so beschreiben:

Höhlenforschung - nicht immer eine gute Idee

Es ist einfach… keine schöne Erfahrung. Im RealLife gibt es zum einen die obskuren 8-Karten-Booster Editionen mit ihren C1, C2 und Cwasweißich-Seltenheiten (Desert? Srsly?) Dann gibt es komische Reprints in nichtcodierten Basesets, und schließlich noch große Mengen an Karten ohne Online-Äquivalent.
Dafür hat es auf Magic:Online veränderte Seltenheiten auf den Reprints der Masters I, II und III-Sets.

Ich habe einfach mal drei Kandidaten rausgegriffen, die ich bemerkenswert finde. Dabei arbeite ich mich vom harmlosesten zum wichtigsten vor.

1. Der Atog
Es gab Diskussionen in der MODO-Paupercommunity, ob Affinity zu broken wäre, wenn man die Artefaktländer unrestricted. In den ersten Regelversionen waren sie auf eine Kopie beschränkt, und das Cranial Plating ist bis heute verboten. Es hat sich herausgestellt, dass Affinity durchaus in Ordnung ist, so lange es keinen Arcbound Ravager für den Disciple of the Vault gibt. Ohne den Atog, der auf MODO eine ungewöhnliche Kreatur ist, bleibt als Alternative nur der Krark-Clan Grunt, der harmlos ist. Fling stünde online auch bereit…
Wie sehr stärkt der Atog aber das RL-Pauper-Affinity?

2. Daze & Gush
Ein ganz anderer Fall. Diese zwei Karten gib es auf Magic-Online als Commons, bisher aber nur in der Jace vs. Chandra-Box. Damit sind sie selten und verhältnismäßig teuer, und werden entsprechend wenig gespielt. Ich weiß nicht, welches Potenzial ein “Blue Skies” in Pauper hätte, man sieht es einfach zu selten.

3. Hymn to Tourach & High Tide
Sind auf MTGO reprinted, aber als Uncommon in einer der Master-Erweiterungen. Fallen Empires gibt es so nicht auf Magic online. Die Hymne würde als einer der besten schwarzen Sprüche aller Zeiten das Format ziemlich aufmischen. Und High Tide, nunja, ich glaube, das ist der Grund, warum auf den RL-Pauperturnieren in Berlin die Frantic Search gebannt ist. Und die beiden anderen “Partners in Crime”, Cloud of Faeries und Snap, fehlen auch (noch).

Um die Formate etwas besser vergleichen zu können habe ich drei typische und erfolgreiche Decks des Magic:Online-Paupers rausgesucht. Eine Frage an die RL-Pauperer: Hätten diese Decks Chancen in Eurem Meta?

Ein Aggrodeck
Ein Kombodeck
Ein Kontrolldeck

Und wo Ihr eh gerade am Kommentieren seid: Welche Schlüsselkarten des “echten” Pauper fehlen sonst noch im “virtuellen”?

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